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Wenig Platz? 10 Gründe, wieso Seilspringen das perfekte Cardio-Training ist

Der ein oder andere hat es vielleicht gar nicht auf dem Schirm, aber Seilspringen ist mehr als nur eine Schulhofaktivität oder eine nicht wegzudenkende Sequenz eines klassischen Box-Films.

Seilspringen ist eine universelle Übung, die man im Grunde immer ausführen kann. Ganz egal, wo du bist, wie viel Zeit oder (in den meisten Fällen) wie viel Platz du zur Verfügung hast.

Ein Springseil ist, da müssen wir gar nicht diskutieren, deutlich günstiger als andere „Cardio-Geräte“ und bringt dennoch zahlreiche Vorteile mit sich, die dir womöglich noch gar nicht in den Sinn gekommen sind.

Und genau aus diesem Grund haben wir für dich 10 Gründe zusammengetragen, weshalb es gar keine so schlechte Idee ist, regelmäßig zu einem Springseil zu greifen:

Wenig Platz? 10 Gründe, wieso Seilspringen das perfekte Cardio-Training ist


 

1. Dein Sparschwein bleibt ganz

Hierzu müssen wir eigentlich gar nicht viel sagen. Im Vergleich zu anderen, auch nur halbwegs brauchbaren Cardio-Geräten, kostet ein Springseil so gut wie nichts.

Die meisten Geräte werden ein dreistelliges, wenn nicht sogar vierstelliges, Loch in deinen Kontostand reißen. Ein Springseil bewegt sich hingegen in derselben Preiskategorie, wie ein normales Mittagessen.

 

2. Es ist ein Ganzkörpertraining

Seilspringen trainiert deinen ganzen Körper und spricht mehr Muskelgruppen an, als man im ersten Moment glauben mag. Trainiert werden dabei nämlich deine Waden, Oberschenk (vordere und hintere), dein Gesäß sowie deine Bauchmuskeln, Schultern und sogar die Arme.

 

3. Hallo Cardio

Beim Seilspringen trainierst du außerdem deine kardiovaskuläre Fitness. Studien konnten beweisen, dass bereits ein paar Wochen ausreichen, um sowohl bei Männern als auch bei Frauen positive Auswirkungen bezüglich ihrer Kardioleistung festzustellen.

In einem Versuch stellte man zwei Gruppen von Probanden gegenüber. Die eine Gruppe joggte täglich 30 Minuten, während die andere jeden Tag 10 Minuten lang seilsprang.

Man kam zu dem Schluss, dass sich die kardiovaskuläre Fitness beider Gruppen gleichermaßen verbesserte, sodass 10-minütiges Seilspringen mit 30-minütigem Joggen gleichgesetzt werden kann!

 

4. Hoher Kalorienverbrauch

Sowohl Frauen als auch Männer verbrennen beim Seilspringen bewiesenermaßen 20 – 30 Kilokalorien pro Minute. Das bedeutet, dass du in nur einer halben Stunde bereits 600 Kilokalorien verbrennen kannst (2).

Wenn es dein Ziel ist Gewicht zu verlieren und du ein Kaloriendefizit erreichen möchtest, kann Seilspringen genau die richtige Art von Cardio für dich sein. Denn durch den hohen Kalorienverbrauch musst du deine Kalorienzufuhr weniger stark einschränken.

 

5. Es verbessert deine Beweglichkeit

Für all diejenigen, die eine Sportart betreiben, in der hohe Beweglichkeit gefordert wird, ist regelmäßiges Seilspringen die ideale Ergänzung.

Diese Tatsache spiegelt sich nicht nur in der Praxis wider, (jeder Boxer wird dir das bestätigen können!), sondern wird auch durch Ergebnisse zahlreicher Studien gestützt.

 

6. Für mehr Vielfalt und Flexibilität

Es gibt noch einen weiteren guten Grund das Seilspringen in deine Trainingsroutine aufzunehmen: Seine Vielseitigkeit.

Vom Ausdauertraining über Intervalltraining bis hin zur Verbesserung deiner maximalen Leistung, mit dem Springseil kannst du zu jeder Zeit und an jedem Ort trainieren. Außerdem gibt es zahlreiche Tricks, die du mit dem Seil lernen und so deine Freunde beeindrucken kannst.

 

7. Es macht dich glücklicher

Schlechte Laune? Da hilft Sport! Bei körperlicher Aktivität werden Signalmoleküle Neurotransmitter) ausgeschüttet, auch als Endorphine bekannt, die dazu beitragen, deine Laune zu verbessern.

Seilspringen fällt unter die Kategorie der mäßig intensiven Übungen und ist somit auf genau die richtige Art und Weise anstrengend, um anschließend für bessere Laune zu sorgen.

 

8. Bessere Koordination

Eine gute Koordination ist nicht nur für zahlreiche Sportarten essenziell, sondern hilft uns auch im Alltag. Seilspringen ist eine sehr unkomplizierte Übung, mit der du deine motorischen Fähigkeiten, dein Gleichgewicht sowie deine allgemeine Koordinationsfähigkeit wesentlich verbessern kannst.

Im Rahmen eines mehrwöchigen Versuchs konnte festgestellt werden, dass bereits zwei Einheiten pro Woche ausreichen, um das Gleichgewicht und die Koordinationsfähigkeit von Sportlern zu verbessern (5).

Gutes Gleichgewicht sowie Koordination sind grundlegende Aspekte vieler Sportarten und da sich Seilspringen problemlos in jedes Trainingsprogramm integrieren lässt, kann es jedem Sportler als nützliches Hilfsmittel dienen, um an genau diesen beiden Fähigkeiten zu arbeiten.

 

9. Geringeres Verletzungsrisiko

Bisher klingt Seilspringen doch ziemlich gut, oder? Aber wie sieht es mit dem Verletzungsrisiko im Vergleich zu anderen Übungen aus? Sogar auf diesem Gebiet gibt es nichts zu meckern…

Innerhalb einer Studie wurden Seilspringen und Joggen miteinander verglichen, um herauszufinden, welche Auswirkungen sie auf unseren Körper haben (6). Mit Hilfe von 20 gesunden Probanden untersuchte man die Kontaktkraft, die auf das Knie wirkte, wenn bei gleicher Geschwindigkeit gejoggt oder seilgesprungen wurde.

Im Vergleich zum Seilspringen, löste das Joggen eine beinahe doppelt so hohe Maximalbelastung auf die Kniescheibe (Patella) aus, die vor dem Kniegelenk liegt.

Zeitgleich erzeugte das Joggen auch eine fast 30% höhere Maximalbelastung auf das Tibiofemoral-Gelenk. Dies ist das Kniegelenk, welches den Oberschenkelknochen, das Schienbein und die Kniescheibe miteinander verbindet.

Außerdem kamen die Forscher zu dem Schluss, dass Seilspringen 30% mehr Kalorien verbrennt und dabei weniger Belastung für den Körper bedeutet.

 

10. Es kann dich sogar klüger machen

Laut dem Jump Rope Institute unterstützt Seilspringen die Entwicklung der linken und rechten Gehirnhälfte, wodurch das räumliche Vorstellungsvermögen, die Leseleistungen, das Gedächtnis und die geistige Aufmerksamkeit verbessert werden.

Diese Aussagen werden von Studien unterstützt. Sie kamen zu der Erkenntnis, dass bereits 3 Minuten Seilspringen genügen, um die Teile des Gehirns zu aktivieren, die für kognitive Lernprozesse zuständig sind.

Da Seilspringen positive Auswirkungen auf zahlreiche kognitive Fähigkeiten zeigt, ist davon auszugehen, dass es auch maßgeblich zur Intelligenz beitragen kann.

 

Take Home Message

Auch wenn die Möglichkeiten des Trainierens im Moment eingeschränkt sind, darf dich das nicht davon abhalten, Neues in deine Trainingsroutine aufzunehmen.

Seilspringen bietet endlose Vorteile und kann dir dabei helfen, deine Fitness zu verbessern, dein Wunschgewicht zu erreichen, deine Laune zu heben oder deine Koordinationsfähigkeit zu erhöhen. Ja, es kann dich sogar intelligenter machen!

Und die Vorzüge eines Springseils hören hier noch nicht auf. Es kostet so gut wie nichts, ist unglaublich vielseitig und kann beinahe überall zum Einsatz kommen. Brauchst du noch mehr Argumente, um Seilspringen in dein Training einzubauen? 

Markiere uns in deinen Workouts mit dem Seil – Wir sind gespannt, was du daraus machst!

 

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1. Baker, J. A. (1968). Comparison of rope skipping and jogging as methods of improving cardiovascular efficiency of college menResearch Quarterly. American Association for Health, Physical Education and Recreation39(2), 240-243.

2. Town, G. P., Sol, N., & Sinning, W. E. (1980). The effect of rope skipping rate on energy expenditure of males and femalesMedicine and science in sports and exercise12(4), 295-298.

3. Grivedehi, M. B., Nourbakhsh, P., & Sepasi, H. EFFECTS OF SPEEDY AND DEMONSTRATION JUMPING-ROPE TRAINING ON GROSS MOTOR SKILLS.

4. Saanijoki, T., Tuominen, L., Tuulari, J. J., Nummenmaa, L., Arponen, E., Kalliokoski, K., & Hirvonen, J. (2018). Opioid release after high-intensity interval training in healthy human subjectsNeuropsychopharmacology43(2), 246-254.

5. Trecroci, A., Cavaggioni, L., Caccia, R., & Alberti, G. (2015). Jump rope training: Balance and motor coordination in preadolescent soccer playersJournal of sports science & medicine14(4), 792.

6. McDonnell, J., Zwetsloot, K. A., Houmard, J., & DeVita, P. (2019). Skipping has lower knee joint contact forces and higher metabolic cost compared to runningGait & posture70, 414-419.

7. John, A., & Schöllhorn, W. I. (2018). Acute effects of instructed and self-created variable rope skipping on EEG brain activity and heart rate variabilityFrontiers in behavioral neuroscience12, 311.



Jamie Wright

Jamie Wright

Autor und Experte


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