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Aktivitätslevel in der Quarantäne, Zuckeraffinität & Hirn Fitness | Die Top-Studien der Woche

Bereit für ein paar Studien der Woche, die dich überraschen werden? Du möchtest stets gut informiert sein, wenn es um die neuste Entwicklung in Sachen Ernährung und Fitness geht? Dann bist du hier am richtigen Ort.

Diese Woche schauen wir uns an, wie Individuen während der Quarantäne aktiv bleiben, berichten über eine neue entdeckte Verbindung zwischen Darm und Gehirn, bei der Zucker eine wichtige Rolle spielt und wie Training die mentale Fitness unterstützen kann.

Erfahre mehr (und springe direkt zu den Studien):

 

Ist dein Aktivitätslevel seit der Quarantäne gesunken?

Aktivitätslevel in der Quarantäne, Zuckeraffinität & Hirn Fitness | Die Top-Studien der Woche


Wir alle verbringen derzeit viel mehr Zeit drinnen (wie wir sollten) und können nicht ins Fitnessstudio gehen. Aus diesem Grund haben viele von uns auch Schwierigkeiten damit, ihre bisherige Fitness-Routine aufrechtzuerhalten … oder nutzen viele von uns diesen Moment eher aus, um eine wohlverdiente Pause zu machen?

Gemäß einer Studie, an der 1.000 Menschen aus Irland teilgenommen haben, absolvieren 69% der Befragten genauso viel Sport, während 33% angaben, dass sie sogar mehr trainieren würden (1). Diese Umfrage fand heraus, dass 50% mehr kochen und backen, was sehr gut dazu passt, dass 52% angaben, dass sie mehr Snacks essen würden, als üblich – kommt dir das bekannt vor?

Diese Daten wurden zwar in Irland erhoben und die Stichprobe ist relativ klein, aber sie bringt uns hoffentlich ein wenig Positivität, wenn es um Indoor-Training geht. Wir glauben, dass das sehr gut hinkommt. Lass‘ uns also sehen, ob etwas Ähnliches hierzulande festgestellt werden kann.

Und in der Zwischenzeit: Noch jemand ein Stück vom hausgemachten Kuchen?

 

Besitzt unser Körper eine Affinität für Zucker?

Aktivitätslevel in der Quarantäne, Zuckeraffinität & Hirn Fitness | Die Top-Studien der Woche


Mit all der Zeit und Tonnen an Oster-Süßigkeiten, durch die man sich durchfuttern muss, gelüstet es dich vermutlich viel mehr nach Süßem, als es normalerweise der Fall wäre. Während also noch das letzte Osterei nach dir ruft, stellt sich die Frage: Kann es also sein, dass wir eine gewisse Affinität für Zucker besitzen?

Eine neue Untersuchung fand heraus, dass es eine Verbindung zwischen Darm und Gehirn gibt, die besonders sensibel auf den Verzehr von Zucker reagiert (2). Die Wissenschaftler haben sich die Hirnaktivität von Nagetieren angesehen, während diese Zucker aßen. Dies wurde mit der Reaktion verglichen, die die Nager bei Süßstoffen oder Wasser zeigten. Hierbei fand man heraus, dass es eine Region im Hirn gibt, die nur auf Zucker reagiert.

Dieser Teil des Gehirns ist normalerweise eine Zentrale für Informatione, die Auskunft über den Zustand des Körpers liefern. Der Pfad zu diesem Teil des Gehirns beginnt jedoch bereits im Magen-Darm-Trakt. Diese Studie wurde bisher nur an Mäusen durchgeführt, allerdings glauben die Wissenschaftler, dass ein ähnlicher Pfad auch bei Menschen existiert.

Sie sind der Ansicht, dass uns die Entdeckung dieses Schaltkreises dabei helfen kann, besser zu verstehen, wie uns unser Hirn beeinflusst, wenn wir ein gesteigertes Verlangen nach Süßem haben. Bis dahin bleibt abzuwarten und zu schauen, ob sich die Ergebnisse im Menschen bestätigen lassen.

 

Wie fit ist dein Gehirn?

Aktivitätslevel in der Quarantäne, Zuckeraffinität & Hirn Fitness | Die Top-Studien der Woche


Dein Körper mag vielleicht fit sein, aber hast du schon daran gedacht, wie fit dein Gehirn sein könnte? Gemäß den Ergebnissen einer neuen Studie zur Folge, kann Sport zu einer Verbesserung der kognitiven Performance führen (3). Welche Art des Trainings ist also am effektivsten, wenn es darum geht die Hirnpower zu boosten?

Nachdem sie eine ganze Menge an Studien durchgesehen hatten, stellten die Forscher fest, dass Ausdauer- und Kraftsport gleichermaßen gut die kognitive Performance steigern konnten. Sportarten, die eine Koordination voraussetzten oder komplexe Bewegungsmuster besaßen, zeigten jedoch die größtmögliche Steigerung.

Die Länge der Beanspruchung spielte keine wirklich große Rolle bei der Verbesserung der kognitiven Performance, doch eine intensive Einheit, mit gradueller Steigerung der Intensität, lieferte bei Männern und Jungs einen Bonus.

Du möchtest also eine Bestnote in der nächsten Klausur erreichen? Dann solltest du dich schon mal warmmachen!

 

Take Home Message

Es gibt so viel zu lernen, wenn es die Wissenschaft hinter Gesundheit und Fitness geht. Hoffentlich ist es uns gelungen, dir einen kleinen Vorgeschmack dessen zu geben, was da draußen auf uns wartet.

Schaue nächste Woche rein, um die neusten, evidenzbasierten Experten-Ratschläge zu erhalten und um mehr über das aktuellste Fitness-Wissen zu erfahren.

 

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2020-04-06 10:11:29Von Evangeline Howarth


1. One Core. COVID-19 Support During Uncertain Times Report. 2020

2. Tan, H., Sisti, A.C., Jin, H. et al.The gut–brain axis mediates sugar preferenceNature(2020).

3. Ludyga, S., Gerber, M., Pühse, U., Looser, V. N., & Kamijo, K. (2020). Systematic review and meta-analysis investigating moderators of long-term effects of exercise on cognition in healthy individualsNature Human Behaviour, 1-10.



Evangeline Howarth

Evangeline Howarth

Autor und Experte

Evangeline is a Veganuary convert and newbie vegan with a degree in English and French from the University of Nottingham. Having recently ditched the meat and dairy, she really enjoys the new flavours and cooking techniques she’s encountered on a plant-based diet. She’s been shocked by the millions of ways you can use tofu, however still hasn’t found a decent cheese substitute! When she’s not in the office or eating, Evangeline usually out running or sailing. As a qualified RYA Dinghy Instructor and a marathon runner, she knows the importance of providing your body with the right nutrients for endurance sports as well as a busy lifestyle. Find out more about Evie's experience here.


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